blutrotes lächeln

deine schweren lider
senken sich wieder
auf deine augen nieder.
wie dunkle wolken, die sich vor die sonne schieben,
haben sie dir dunkelheit verschrieben.

du lächelst blutrot.

dein leichter schritt
verliert sich mit
jedem schweren tritt,
wie ein leckgeschlagenes schiff, das sinkt,
ehe es die fahrt über das meer zu ende bringt.

du lächelst blutrot.

die hohlen wangen
sind gefangen,
von zähnen, die wie zangen
die zarte, adernschwangere haut der innnenseiten
auf dein blutrotes lächeln vorbereiten.

du schaust wolkenverhangen.

im unbetanzten saal
bieten die bücher im regal
dir keine wahl.
ich sehe deinen wohlgeformten rosenohren an,
dass kein wort sie mehr erreichen kann.

du lächelst immer noch blutrot.