..gleich wird sich Eiseskälte auf dich senken


möchtest du das auch

die flammen lodern und fressen schon den letzten scheit.
du solltest reisig sammeln und neues schlagen.
greif axt und korb, es wird nun zeit,
sich in den wald zu wagen.

noch einen kleinen schluck aus deinem glas, den blick geklärt,
bevor das feuer nahrungslos herniederbrennt
und ehe die wärme sich verwehrt.
sammlerglück sei dir gegönnt.

komm, steh eilig auf, du musst jetzt hurtigen schrittes gehen.
es wird schon schummrig, die nacht naht schon von fern.
unmöglich dann noch holz zu sehen,
dein wohlbehagen hängt daran.

löse dich aus deinem traum, wenn du ihn behalten willst.
nimm dir zum schutz schal und handschuhe mit.
auch einen mantel, in dem du dich einhüllst.
mach voran mit festem tritt.

einmal nur ermahne ich dich, an dein wohl zu denken.
schau, der letzte scheit glimmt jetzt kaum noch.
gleich wird sich eiseskälte auf dich senken
und du magst die wärme doch.

viel zu lange hast du sinnend in die laue glut geschaut,
hast mein drängendes warnen einfach überhört
und dem trügerischen glimmen blind vertraut.
warum blickst du jetzt verstört?

keine sorge, meine schwingen ausgebreitet, stehe ich nah bei dir,
nehme dich mit sanftem armen aus dem kalten hauch.
zärtlich, eng umarmt führe ich dich zu mir.
sag, möchtest du das auch?