immer wieder

bald taumeln die schmetterlinge wieder
über wiesen und gesträuch.
die hunde gehen längere wege
und ziehen ihre menschen mit.
ein kind schreit juchzend
und erinnert an schneebedeckte hügel.

bald drängen krokusknospen wieder
durch frostduchzogenen boden.
die mäuse kreuzen übers feld
und fordern katzen auf zu jagen.
ein weib schaut blinzelnd
und denkt, wie schön es einmal war.

bald huscht das tageslicht wieder
gegen den schläfrigen mond.
die nächte verlieren ihre zeit
und kürzen träume auf vergänglichkeit.
ein kerl zieht den pullover aus
und freut sich seiner stärke.

bald welkt der krokus wieder
unbedauert von den raupen.
die hunde jagen fremde katzen
und schließen mit den mäusen einen bund.
ein mann schaut eine frau
und zeugt mit ihr ein kind.

bald dreht die zeit wieder
mit ihren zeigern eine bahn.
die schmetterlinge sind erlahmt
und haben nicht gelernt zu bellen.
ein kind ruft seinen vater
und nimmt ihn bei der hand.