traumtänzer

die wasser kräuseln wieder mit dem wind,
schau hin mein kind
mit deinen müden augen,
die dich der lebenskraft berauben.

ich träume, dich mit nackten sohlen
in meinen kalten arm zu holen.
und siehe schon alsbald
tanzen wir knochenschwebend durch den wald.

von deiner weißen haut hängt nur ein rest
im knorrigen geäst,
das wie ein dürrer mast
mit aufgeblähten segeln krachend zerbirst unter der last.

hei, wie die dürren hände mein ausgeblichenes becken
bei jeder drehung hin zu deinem strecken.
wenn sie doch bloß
erschöpft bald lägen im sanft ergrünten moos.

bleiche maden fressen noch mit einer letzten lust
von deiner braunbewarzten brust.
du wirst es leider nicht erleben,
wie vögel dich mit ihnen in die lüfte heben.

die wipfel geben bald dem frühen sonnenschein
freien blick auf das gebein,
das säuberlich sortiert
vom fleisch befreit am boden friert.

nun ruhe stille dort, wo wir im tanz gestorben sind,
mein heißgeliebtes kind.
die wasser fülllen gurgelnd jene höhlen,
in denen deine augen fehlen.