ein schönes paar

ich habe nicht auf mich gehört,
mich selber nicht gefühlt,
wenn es mir beinahe doch gelang,
hat schon beim ersten wort
ein mensch, der sich für wichtig nahm,
das zwiegespräch mit mir gestört.

bin ich die hure
für all die kranken
vom irrsinn nicht zu trennenden
gedanken?

mit an den schläfen angesetzten zwingen,
die meine augen aneinander drängen
und schließlich meine haut durchdringen,
erliege ich den zwängen.

bin ich die wolke,
die vom wind getrieben,
zerrissen wird bis nichts von ihr
geblieben?

schwer zerren an den gliedern die schnüre,
nach deren rhythmus ich vollführe,
was sie von mir verlangen.
ich tanze nach des puppenspielers willen,
von seinen händen bin ich
eingefangen.

bin ich das wachs,
das einen docht zur kerze macht
und werde von der flamme
zum dank dafür verlacht?

die fragen richte ich allein an mich.
wir sind ein wirklich schönes paar,
mein selbstmitleid und ich.
schon etwas abgestanden zwar,
doch voller treue
nur füreinander da.