es ist mal wieder an der zeit, die stolperschwellen
geordnet und möglichst weit entfernt
an eine freie wand zu stellen.
ich habe leider nie gelernt,
sie leichten schrittes zu übersteigen
und ohne stürze meinen weg zu gehen.
es war wohl niemand da, es mir zu zeigen.

noch ist das warme blut nicht abgekühlt,
das mir nach meinem letzten sturz von meinen lippen quoll.
den aufprall habe ich nicht mehr gefühlt.
mir ist nicht klar, ob ich nun aufstehen soll.
hilfreiche hände greifen schon nach meinen armen
und fangen an mich zu sich hin zu zerren.
sie tarnen ihre habsucht als gnädiges erbarmen.
mir ist der wille noch, mich gegen sie zu sperren.

kaum abgestreift, beginnen sie voll wut nach mir zu schlagen,
um mich den nächsten schwellen nah zu bringen.
ich muss es endlich wagen,
mit einem satz darüber wegzuspringen.
zur faust geballt selbst träfen sie ins leere,
die scheinbar hilfreich ausgestreckten hände.
wie, wenn der sprung es wäre,
der mich dorthin bringt, wo mich ich gern befände.