deine heiterkeit sollte mich anstecken?
dein lachen ist etwas zu laut,
um darunter nicht auch zu entdecken,
du hast dich zu weinen nur nicht getraut.

dein eleganter gang sollte mich verzücken?
deine schritte sind etwas zu weit,
um nicht zu bemerken, du gehst an krücken
und gestehst es dir nicht ein zur zeit.

dein schöner anblick sollte mich betören?
deine schminke ist ein wenig zu grell,
um ihr rasches bröckeln zu überhören.
du verlierst die maske doch sehr schnell.

dein sanftes wesen sollte mich überzeugen?
deine worte sind jedoch zu hart,
um sich dem süßen klang zu beugen.
du hättest sie dir und mir besser erspart.

deine schwüre sollten mich beruhigen?
dein zaudern aber ist zu offenbar,
um meine zweifel zu beseitigen,
darüber wer ich bin und wer ich war.

dein zögerliches ende sollte meines sein?
dein schweigen ist zu dröhnend,
um mich vom hören zu befreien
und es klingt nicht sehr versöhnend.

dein atmen lieber freund nimmt mir die luft.
dein blick streift zu ängstlich meinen.
ich kenne diesen herben duft,
er schwebt über morschen gebeinen.

deine eitle heiterkeit,
die teile ich mit dir, mein lieber freund.
selbst zum hellen lachen bin ich jetzt bereit,
das habe ich zu lange und zu oft versäumt.