eine warme leichtigkeit
zieht in meinen körper ein
und weitet sich breit
über die gedanken aus.

noch vor wenigen momenten
konnte ich nur unter schmerzen ,
leise winselnd denken,
ohne einen weg zu finden.

jetzt ergreift mich dunkle schwere,
ohne die mein dumpfes leben
einfach sinnlos quälend wäre.
in ihr finde ich mein glück.

die erlösung von der qual,
die mich schmerzhaft lähmte
und mir den stich ins fleisch befahl,
schwemmt das blut durch meine adern.

es war nur ein kleiner schritt,
den ich gehen musste,
weil ich hilflos litt,

wie ein eingesperrtes tier,
dessen pranken sich erheben,
doch so kraftlos bald versagen
an den starken gitterstäben,

wie ein wurm, der im sonnenlicht verbrennt
und sich nackt am boden windend,
von der helligkeit geblendet, nicht erkennt,
dass der käfigschlüssel steckt.


oh du süße schläfrigkeit,
die mich sanft auf daunen bettet
warmweiche vergänglichkeit,

du hast mich erneut gerettet
vor dem würdelosen schluß.
auf mein weinerliches winseln,
gabst du mir den gnadenschuß.

morgen ist mein willen stärker,
als die sucht, die ihn bedrängt,
er befreit mich aus dem kerker,
der den geist vom körper trennt.

ich will bald den schlüssel finden,
der die käfigtür verschließt,
dann kann ich ihn überwinden,
diesen schmerz, der mich befällt.