so langsam geht mir die wehleidigkeit aus
an ihre stelle tritt ein böser zorn,
der noch nach wörtern sucht.
so ganz für mich, da fallen mir schon welche ein,
ich habe es nur nicht versucht,
sie wirklich auszusprechen.

noch fürchte ich die antworten auf meine hasstiraden.
ich formuliere noch samtweich.
auch auf die eigenen fragen.
noch bin ich nicht so stark, dass meine zunge sätze formt,
die meine wut befördern.
und ich kann es nicht ertragen.

ich bin mir auch nicht wirklich klar, ob ich mich hören kann,
denn unter denen, die betroffen,
steh ich nicht hinten an.
ich morde und vergifte doch wie jedermann,
bislang noch ohne skrupel.
wohl wissend ich bin auch bald dran.

die gräber meiner ideale sind ungezählt und längst verrottet.
ich habe manche davon auch
schon vor der zeit verspottet.
die tränen sind nur selbstmitleid, sie dienten nur,
den blick auf mich
nach meiner uhr zu richten.

der suche, nach der schuld daran,
der schließe ich mich
gerne an.
es wird sich doch wer finden,
dem ich sie
geben kann.