noch liegt die dunkelheit der nacht über der stadt
und in den hellen fenstern spiegeln sich gesichter,
von denen jedes eine eigene geschichte hat.
sie schwimmen nicht gemeinsam durch das häusermeer
und während schon die putzfrau fegt,
trinkt er sein letztes glas noch leer.

ein kellner räumt die gläser von den tischen
und schickt sich eilig an mit einem feuchten tuch,
auch deren ränder abzuwischen.
sie scheitern kläglich beim vergeblichen versuch
ihrer vergänglichkeit zu trotzen.
auch ihre kreise kommen nicht ins buch.

schon viele nächte sind bedeutungsvoll beschrieben
es gibt die heiligen und auch die leeren und die kalten.
von seiner ist ihm nichts geblieben,
sie ist mit schönen worten auch nicht festzuhalten.
der morgen mahnt die nacht
die lichter endlich abzuschalten.

für kurze zeit kehrt ruhe ein, bevor die stadt hektisch erwacht.
es ist eine sehr stille stunde und die gesichter gehen heim
und auch für ihn hat diese nacht
nichts bleibendes erbracht, es hatte nur denn schein,
für andere als ihn
beschreibenswert zu sein.