reih dich ein bei deinesgleichen,
die mit strapps und brust betören,
die sich so lasziv bewegen,
irgendeinen zu erreichen,
dem sie ihre liebe schwören,
um ihn doch nur zu erlegen.

wäre unter deiner brust
nur ein hauch reines gefühl,
nur ein wenig wahre liebe,
weckte es in mir die lust
- dazu braucht es nicht sehr viel –
dass ich immer bei dir bliebe.

dir will ich fortan entgehen,
dir und denen, die dir gleich.
nach dir steht mir nicht der sinn.
ich will dich nie wiedersehen.
selbst dein bett ist mir zu weich
und dein nackter leib darin.

schwöre nur, so sei es nicht,
lüge unverhohlen weiter,
bis du dir selbst glauben schenkst.
rücke dich ins rechte licht.
fast stimmt mich dein reden heiter.
ich weiß längst woran du denkst.

lebet wohl ihr glatten schwüre,
blanker hohn ist euch gehalt,
mich zu foppen ausgesprochen.
hört, ich weise euch die türe
und vertreib euch mit gewalt.
ihr habt mir das herz zerstochen.

sehe ich dich zur morgenstunde,
wie du listig um mich buhlst,
dich entblättert vor mir breitest,
schmeck ich fauliges im munde,
in dem du dich wohlig suhlst,
ehe du zum nächsten schreitest.

denke ich zur mittagszeit,
wo dein schritt dich hingeführt,
was dein tagesziel wohl ist,
bin ich gleich dazu bereit,
dir zu geben, was gebührt,
kurze zeit hast du noch frist.

ahne ich im abendrot,
wie du mich becircen willst,
wie dein lachen - lächeln soll,
wünsche ich mir deinen tod,
bevor du deinen willen stillst.
von deinen ist die hölle voll.

treff ich dich aus zufall nur,
gleich wo und zu welcher zeit
wird der zorn nicht von mir weichen
und ich reiche dir die schnur,
wie dein schlund, genauso weit.
wirst die schönste aller leichen.

jämmerlich dein abgesang
aus dem zugeschnürrten hals,
dem sirenenchor entrückt,
grauenvoll und fehl im klang.
diese allerletzte balz,
ist dir nicht sehr gut geglückt.

blumen welken, kaum gepflanzt,
auf dem grab, das dir nun heim.
von mir werden keine kommen,
freudenvoll hab ich getanzt,
angeregt von süßem wein.
das hast du mir nicht genommen.

reih dich ein bei deinesgleichen,
die ich hassend fortgewiesen,
die verbannt aus den gedanken,
nun auch mich nicht mehr erreichen.
deine scheinbar frischen briesen
bringen mich nicht mehr ins wanken.