du hängst deine sätze an die zimmerdecke,
wie glocken in einen morbiden turm.
vergeblich, dass ich mich nach ihnen strecke,
auf der suche nach dem carillon.
es fehlt das seil zum schwingenden halt.
sie schweben zerstörerisch drohend im raum
und stürzen herab mit geballter gewalt, noch kaum,
dass der erste ton hörbar wird.

ein windspiel im garten eröffnet den tag.
so zart und bestimmt ist dein klang.
wie sehr ich das lied sanfter glocken mag,
verführerisch lockender sirenengesang.
das spiel wird allein schon zum klingen gebracht,
vom unaufdringlich leisen wind,
den der flügelschlag eines falters entfacht.
wie liebevoll deine sätze sind,
wenn sie ein seidener faden hält.

ich hänge meine sätze zu den deinen.
das windspiel beugt die äste nicht,
an denen sie sich leicht vereinen
und auch der faden trägt das doppelte gewicht.
das carillon schwingt zwischen den zweigen.
es klingt zärtlich, fein abgestimt und hell,
wie unsere worte. Die hingabe zeigen.
nichts stört sein endlos schönes spiel,
dass wir fortgesetzt nähren,