nach deiner letzten ignoranz,
habe ich mich aufgeknüpft.
mein leichnam wiegt sich nun im letzten tanz.
ganz leise bin ich dir entschlüpft.

ans fensterkreuz gebunden,
hänge ich im kalten wind.
mein hals ist von dem derben strick geschunden
und blutet arg mein lästerliches kind.

du sorgst dich um mein wohlbefinden ?
wie emsig hast du mitgetan,
als es noch galt, den strick um meinen hals zu binden.
nun schau dir, wie ich hänge, an.

ich habe vom tod sehr viel gelesen.
komm schnell, die zeit wird knapp.
mein fleisch und hirn wird schnell verwesen.
ach bitte, knüpfe mich dann ab.

danach gönne dir den freudentrank.
er hat die farbe meines blutes.
bestimmt vertreibt er auch den wesenden gestank.
ich bin für dich da frohen mutes.

mein morsches, klapprigbleiches bein
wird sich vom strick sehr leicht entbinden.
es soll von stund an und für alle zeiten deines sein.
du wirst dafür verwendung finden.

ich sehe schon wie du es langsam kochst
mit mundenden gemüsearten.
es wird das letzte sein, was du von mir je rochst.
man sieht dir an, du kannst es kaum erwarten.