schau nur, wie der herbst
erneut die blätter von den bäumen fegt,
wie er ein jedes greift
und am boden zu den anderen legt.

jeder baum bietet dir die vielfalt
neuer, leuchtendwarmer farben
ocker, gelb, orange und rot
und die vielen blätter haben
nur noch wenig zeit bis zu ihrem tod.

schau nur, wie die äste
dunkle falten in den himmel ziehen,
wie sie manches blatt noch halten,
um dem lauf des jahres zu entfliehen.

so vergeblich ist ihr sinnen.
in des windes wilder hatz
stehen sie fest angewurzelt
auf dem angestammten platz,
bis ihr letztes blatt zu boden purzelt.

schau nur, wie der himmel altert,
von den kahlen ästen derb durchzogen.
wie er würdevoll ergraut,
scheint er in sich ausgewogen

auch den winter wird er so
ohne schaden überdauern,
wird die falten nicht beklagen,
nicht um seine jugend trauern
und den jahreslauf ertragen.

schau nur, wie die falten
dein gesicht zur reife bringen,
wie sie emsig danach drängen,
deine seele zu besingen.

schrei nicht so laut,
du bist kein buntbelaubter baum.
der herbst mit seinen rauen winden
wird dir mit seiner kühle noch kaum
mehr, als nur das haar verwehen